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  Der Maifisch ist eine große Heringsfischart, die früher zu Hunderttausenden zum Laichen aus dem Meer in den Rhein aufgestiegen ist - meist bis zur Barbenregion. Heute gibt es nur noch vereinzelte Tiere, die nach genetischen Analysen als Streuner aus französischen Beständen anzusehen sind.

Nach umfangreichen Vorstudien in NRW (mit Förderung der HIT-Umweltstiftung, der Bezirksregierung Düsseldorf, der Landesanstalt für Ökologie und des Rheinischen Fischereiverbands) wurde im Jahre 2005 ein Projektantrag an die EU für ein mehrjähriges LIFE-Projekt gestellt.

Von den 229 europäischen Projektanträgen wurde das Maifisch-Projekt als eines von lediglich 61 Projekten für eine Förderung ausgewählt und mit 50% von der EU ko-finanziert. Fördernehmer ist das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in NRW (LANUV), Fachbereich Fischereiökologie.

Mit diesem Gemeinschaftsprojekt von NRW, Hessen, Niederlande und Frankreich startete im Januar 2007 ein 4 Jahre umfassendes Wiederansiedlungsprogramm für den Maifisch im Rhein. Das Projektmanagement wird vom Rheinischen Fischereiverband von 1880 e.V.(Dr. Andreas Scharbert) unter der Projektleitung des LANUV durchgeführt. Offizielle Maifisch Internetseite www.alosa-alosa.eu

Am 24. Juni 2008 wurden von den Umweltministern aus NRW und Hessen und internationalen Ehrengästen die ersten Maifische in Düsseldorf im Rhein freigelassen. Im Jahre 2008 wurden insgesamt 500.000 Maifischlarven gezüchtet und im hessischen und nordrhein-westfälischen Rheinabschnitt ausgesetzt. In der Laufzeit des LIFE Maifischprojektes wurden bis zum Jahr 2010 insgesamt knapp 5 Millionen Maifische im nordrhein-westfälischen und hessischen Rheinabschnitt ausgewildert. Im Herbst 2010 konnten erstmals juvenile Maifische aus diesen Besatzmaßnahmen bei der Abwanderung zum Meer hin beobachtet werden. Gelingt es ihnen das Rheindelta zu überwinden und im Meer bis zur Geschlechtsreife heranzuwachsen, ist damit zu rechnen, dass diese nach etwa fünf Jahren zum Laichen in den Rhein zurückkehren. Eine Fortsetzung der Besatzmaßnahmen ist vorerst bis zum Jahr 2015 durch die Einbindung in ein LIFE+ Folgeprojekt (Laufzeit 2011-2015) gewährleistet. Dieses verfolgt neben dem Ziel der Wiederansiedlung des Maifisches im Rhein, die Erforschung alternativer Zuchttechniken und der Identifikation der Gründe für den Rückgang bei den französischen Wildbeständen und damit geeignete Maßnahmen zum Schutz der Art in Europa.

Diese Art setzt neue Schwerpunkte in den Bereichen des Ästuars (Rheindelta) und der großen Laichgebiete der Barbenregionen (Rhein, große Zuflüsse wie Lippe und Sieg) und bietet somit eine ideale Ergänzung zum Lachs-Projekt.



 
 





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